Marienkapelle Ottermayer

Religiöse KleindenkmälerBildstöckeBreitpfeiler

Gemeinde: Sierndorf

Zeitkategorie: 19. Jahrhundert

Chronik:

Als um 1450 in Oberhautzental mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen wurde, soll der Standort dieser Kapelle als Bauplatz vorgesehen gewesen sein. Als die Bauarbeiter morgens auf den Bauplatz kamen, war das Tags zuvor angelieferte Baumaterial verschwunden. Man machte sich auf die Suche und fand es auf dem heutigen Standort der Kirche wieder. Nachdem sich dieser Vorgang mehrmals wiederholt hatte, sah man das als Willen Gottes an und errichtete die Kirche auf dem Hügel. Den ursprünglichen Bauplatz markiert die Kapelle. Zu dieser Legende ist interessant, dass der Kirchenbau dadurch auch von der Herrschaft Stetteldorf zur Herrschaft Sierndorf wanderte. Anlässlich welcher Bauperiode die Legende entstand, ist unbekannt. In Verbindung mit der Herrschaft Sierndorf ist das 13. / 14. Jh. wahrscheinlich.

Beschreibung:

Der gemauerte Breitpfeiler mit Ziegeldach und markantem, eisernem Giebelkreuz steht neben der Straßenbrücke über den Silberbach in Richtung Unterparschenbrunn. Die Nische des gemauerten Breitpfeilers blickt in Richtung Osten und enthält ein Bild der Gottesmutter mit Kind und eine Marienstatue. Ein Eisengitter, das original erhalten ist, verschließt die Nische. Bei der Renovierung 1997 wurde auf eine ansprechende Farbgebung in weiß – hellgelb Wert gelegt. Der Breitpfeiler wird als zweiter Altar zu Fronleichnam verwendet und stellt den Umkehrpunkt der Prozession dar. In der josephinischen Landkarte 1780 ist an dieser Stelle bereits ein gemauertes Wegkreuz eingetragen. Dieses dürfte ursprünglich eine Wegmarkierung des oberen Ortsendes gewesen sein. Das jetzige Bauwerk entstand vermutlich beim Umbau zum Fronleichnamsaltar.

Details

Gemeindename Sierndorf
Gemeindekennzahl 31226
Ortsübliche Bezeichnung Marienkapelle Ottermayer
Objektkategorie 1532 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Breitpfeiler)

Katastralgemeinde Oberhautzental -- GEM Sierndorf
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 864/1
Ortschafts- bzw. Ortsteil Oberhautzental
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Obere Brücke
Längengrad 16.125968
Breitengrad 48.445169

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 2.9
gemessen od. geschätzt gemessen
Breite (m) 1.5
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 1.1
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Der gemauerte Breitpfeiler mit Ziegeldach und markantem, eisernem Giebelkreuz steht neben der Straßenbrücke über den Silberbach in Richtung Unterparschenbrunn. Die Nische des gemauerten Breitpfeilers blickt in Richtung Osten und enthält ein Bild der Gottesmutter mit Kind und eine Marienstatue. Ein Eisengitter, das original erhalten ist, verschließt die Nische. Bei der Renovierung 1997 wurde auf eine ansprechende Farbgebung in weiß – hellgelb Wert gelegt. Der Breitpfeiler wird als zweiter Altar zu Fronleichnam verwendet und stellt den Umkehrpunkt der Prozession dar. In der josephinischen Landkarte 1780 ist an dieser Stelle bereits ein gemauertes Wegkreuz eingetragen. Dieses dürfte ursprünglich eine Wegmarkierung des oberen Ortsendes gewesen sein. Das jetzige Bauwerk entstand vermutlich beim Umbau zum Fronleichnamsaltar.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 19. Jahrhundert
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Als um 1450 in Oberhautzental mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen wurde, soll der Standort dieser Kapelle als Bauplatz vorgesehen gewesen sein. Als die Bauarbeiter morgens auf den Bauplatz kamen, war das Tags zuvor angelieferte Baumaterial verschwunden. Man machte sich auf die Suche und fand es auf dem heutigen Standort der Kirche wieder. Nachdem sich dieser Vorgang mehrmals wiederholt hatte, sah man das als Willen Gottes an und errichtete die Kirche auf dem Hügel. Den ursprünglichen Bauplatz markiert die Kapelle. Zu dieser Legende ist interessant, dass der Kirchenbau dadurch auch von der Herrschaft Stetteldorf zur Herrschaft Sierndorf wanderte. Anlässlich welcher Bauperiode die Legende entstand, ist unbekannt. In Verbindung mit der Herrschaft Sierndorf ist das 13. / 14. Jh. wahrscheinlich.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)



Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen 1) Josephinische Landaufnahme 1780 Viertel unter dem Manhartsberg Sektion 50 2) Marterlkalender Sierndorf 1998 3) Monika Schmidl, Dissertation über Oberhautzental. NÖLB 42908 C

DI. Harald Butter
Datum der Erfassung 2011-01-01
Datum der letzten Bearbeitung 2011-01-01
letzter Bearbeiter DI. Harald Butter

Standort

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.